Therapierisiken

Wie jeder körperliche Eingriff ist auch die In Vitro Fertilisation mit Risiken verbunden. Das Ziel der Hormontherapie ist ein Heranreifen mehrerer Eizellen. Trotz sorgfältiger Ultraschall- und Serumhormon­kontrolle kann es zu einer Überstimulation kommen. Das sogenannte Überstimulations­syndrom ist mit einer deutlichen Vergrößerung der Eierstöcke, Unter­bauch­schmerzen sowie relativ hohen Östrogenspiegeln verbunden, die zu einer vermehrten Gefäß­durchlässigkeit und damit zu einem erhöhten Thromboserisiko führen. Diese Symptome sind jedoch gut zu behandeln und bilden sich wieder vollständig zurück.

Um die Erfolgschance des IVF-Verfahrens zu erhöhen, werden meist zwei, maximal drei Embryonen übertragen. Damit ist die Mehrlingsrate gegenüber der normalen Mehrlingsrate erhöht: Von 100 Geburten nach IVF/ICSI sind 23 % Zwillingsgeburten und 2,3% Drillingsgeburten (Deutsches IVF - Register 2001). Dem steht eine natürliche Häufigkeit von 1,2% Zwillingsgeburten und 0,013 % Drillingsgeburten gegenüber.